Bad Honnefer
Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Wasser"
Wasserschutzzone II
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Definition:
Als Wasserschutzzonen bezeichnet man Gebiete, in denen bestimmte Schutzrichtlinien zur Reinhaltung des Grund- oder Oberflächenwassers eingehalten werden müssen. Dazu sind die Schutzgebiete in unterschiedliche Kategorien eingeteilt. Die Wasserschutzzone II dient dem Schutz des Wassers vor Verunreinigungen und Beeinträchtigungen die von menschlichen Tätigkeiten und Einrichtungen wegen ihrer Nähe zu Fließgewässern und deren Zuläufen ausgehen können. Im Bereich von Brunnenpumpen zur Förderung von Grundwasser ist der Bereich der Wasserschutzzone II daher so bemessen dass die Fließzeit des Grundwassers vom äußeren Rand der Schutzzone bis zum Förderbrunnen mindestens 50 Tage beträgt. In dieser Zeit können die Bodenschichten durch ihre natürliche Filterfunktion helfen, das Grundwasser vor zu filtern. Zwischenzeitlich können krankheitserregende Keime und Bakterien absterben und der Transport von weiteren Krankheitserregern vermieden werden.
Beispiel:
Die Bad Honnef AG ist als Wasserversorgungsunternehmen Eigentümer des Grundstückes in Bad Honnef Lohfeld auf dem sich das Wasserwerk und die dazugehörigen Brunnenpumpenanlagen befinden. Entlang der sogenannten 50-Tage-Linie wurde deshalb rund um den Standort des Wasserwerkes die Wasserschutzzone II festgelegt. Sie reicht von der Anlage der Autofähre bis zum Ende der Lohfelder Straße und der Auffahrt zur Bundesstraße 42. Hier befinden sich aus diesem Grunde nur wenige Wohnhäuser und weite Grünflächen. Die Wasserschutzzone II ist hier auch durch eine Beschilderung für Fahrzeuge mit Gefahrengut ausgewiesen. Über die Einhaltung der Bestimmungen wachen die Wasserschutzpolizei, die Werksangehörigen des BHAG Wasserwerkes sowie die örtlichen Aufsichtsbehörden.
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