Bad Honnefer
Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Energie"
Biodiesel
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Definition:
Biodiesel ist ein Dieselkraftstoff, der aus biologischen Materialien hergestellt wird. Zumeist wird Biodiesel aus pflanzlichen Ölen gewonnen. Biodiesel lässt sich in Dieselmotoren im Regelfall gemeinsam mit herkömmlichem Dieselkraftstoff verwenden. Gegebenenfalls müssen je nach Gemisch und Verwendung die Motoren technisch angepasst werden um Verschmutzungen bei der Verbrennung zu vermeiden. Der Energiegehalt von Biodiesel liegt meistens tiefer als bei konventionellem Dieselkraftstoff aus Erdöl, was einen erhöhten Verbrauch zur Folge hat.
Beispiel:
Früher wurde Biodiesel aus Erdnussöl oder Palmöl hergestellt, bevor er durch Erdölprodukte fast vollkommen ersetzt wurde. Erst mit dem Beginn der Ölkrisen, der zunehmenden Erdölverknappung (Peek Oil) und Erdölverteuerung wurde Biodiesel ökonomisch wieder interessant. In Deutschland wird inzwischen in erheblichem Umfang Rapsmethylester hergestellt und als Biodiesel verwendet. Die Kohlendioxid-Emissionen zur Treibstoffherstellung können dadurch reduziert werden. Theoretisch könnte der Einsatz von Biodiesel sogar CO2-neutral sein, da der in den verwendeten Pflanzen gebundene Kohlenstoff aus der Luft stammt. Jedoch fallen beim Pflanzenanbau und im Verfahren des Herstellungsprozesses weitere Emissionen an. Die Energiebilanz fällt daher weniger effizient aus. Ein ethisches Problem stellt der massive Ausfall landwirtschaftlicher Flächen für die Nahrungsmittelproduktion bei unvergleichbar höheren Gewinnspannen der Biokraftstofferzeuger dar. Denn der Weltgemeinschaft ist es bis heute nicht gelungen den Hunger in der Welt wirkungsvoll zu bekämpfen.
Referenzen
http://www.umweltinstitut.org
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Brennstoff

Erdöl

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