Bad Honnefer
Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Energie"
CO2-neutral
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Definition:
Vorgänge, die keinen Einfluss auf den Kohlendioxidgehalt der Erdatmosphäre haben werden als CO2-neutral bezeichnet. Es werden dabei vorzugsweise Vorgänge betrachtet, die von Menschen verursacht werden. Weil heute der größte Anteil an Kohlendioxydemissionen durch technische Verbrennungsprozesse entsteht wird der Begriff CO2-neutral auch im Zusammenhang mit Brennstoffen verwertet. Brennstoffe werden dann als CO2-neutral bezeichnet, wenn ihre Herstellung und Verwendung kein zusätzliches CO2 freisetzt. CO2-Neutralität bedeutet also nicht, dass gar kein Kohlenstoff umgewandelt werden darf. Es bedeutet lediglich, dass in Herstellungs- und Verwendungsprozessen der Atmosphäre nicht mehr schädliches CO2 zugeführt wird, als ihr entzogen wurde.
Beispiel:
Die Herstellung von Biotreibstoffen kann als CO2-neutral bezeichnet werden. Denn Biotreibstoffe und Biogas werden aus Pflanzenmaterial gewonnen. Die Pflanzen binden den Kohlenstoff, den sie während ihres Wachstums der Atmosphäre entzogen haben. Werden noch zusätzliche Pflanzen für die Treibstoffgewinnung angebaut, so wird der Atmosphäre zusätzlich CO2 entzogen. Verrechnet man den Entzug von CO2 aus der Atmosphäre mit den bei der Verbrennung der Pflanzen entstehenden Emissionen so ergibt sich ein Gleichgewicht das die Bezeichnung CO2-neutral rechtfertigt. Auch die pflanzliche Abfallverbrennung setzt nur so viel CO2 frei, wie sonst bei der Verrottung entstanden wäre. Deshalb wird auch sie als CO2-neutral bezeichnet.
Referenzen
http://www.umweltinstitut.org

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