Bad Honnefer
Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Strom"
Atomkraftwerk
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Definition:
Ein Atomkraftwerk ist ein Kraftwerk zur Gewinnung von elektrischer Energie durch Kernspaltung in Kernreaktoren. Kernkraftwerke sind Dampfkraftwerke und basieren auf dem Prinzip der Wärmeumwandlung. In Atomkraftwerken werden Siedewasserreaktoren eingesetzt um Wasser zu verdampfen. Der Dampf hat einen hohen Druck und treibt eine Turbine an. Diese wiederum setzt dann den Generator zur Stromerzeugung in Bewegung. Im Gegensatz zu anderen Kraftwerken wird bei Atomkraftwerken wird die zum Verdampfen des Wassers benötigte Wärme nicht durch Verbrennungsvorgänge sondern durch Freisetzen von Kernenergie in Kernreaktoren gewonnen.
Beispiel:
Im Reaktorbehälter eines Atomkraftwerkes befindet sich der Reaktorkern. Durch ihn strömt das zu verdampfende Wasser. Er enthält ca. 800 Brennelemente. In jedem der Brennelemente befinden sich wiederum einige Dutzend Brennstäbe, d.h. Metallrohre, die mit dem eigentlichen Kernbrennstoff gefüllt sind. Dieser besteht aus Urandioxid, einem Stoff, der in angereicherter Form spaltbares Uran-235 enthält. Das Wasser strömt ständig von unten nach oben an diesen Brennstäben vorbei, während in den Brennstäben durch Spaltung von Urankernen Energie erzeugt wird, die in Form von Wärme an das Wasser abgegeben wird und verdampft. Darüber hinaus dient das Wasser als so genannter Moderator und bremst die frei werdenden Neutronen, um den Spaltprozess zu steuern. Dazu wird ein Verfahren über Steuerstäbe angewandt, die mehr oder weniger tief in den Reaktorkern eingefahren werden können. Je tiefer die Steuerstäbe in den Reaktorkern einfahren, je geringer ist der Energieertrag. Im umgekehrten Fall wird durch Herauslösen der Steuerstäbe aus dem Wasser der Spaltprozess und damit die Freisetzung von Energie erhöht.
Referenzen
http://www.kernenergie.de
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Kernreaktor

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