Bad Honnefer
Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Energie"
Abfackelung
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Definition:
Der Begriff Abfackelung bezeichnet das Verbrennen von Gas ohne Nutzeffekt. Das Gas wird meist an der Spitze von hohen Fackeltürmen mit offener Flamme verbrannt. Die dabei entstehende Wärme wird an die Umgebungsluft abgegeben ohne sie energetisch zu nutzen. Das Verfahren wird heute weniger oft verwandt, da die energetische Wirkungsweise von Gas bei der Abfackelung ungenutzt bleibt. Die Technik der Abfackelung wird angewendet, wenn in Arbeitsprozessen zeitweise mehr Gas entsteht als weiter verarbeitet werden kann.
Beispiel:
Bei der Gewinnung von Erdöl fällt häufig Erdgas als Begleitgas an, welches nicht wirtschaftlich genutzt werden kann. Beispielsweise kommt dies vor, wenn Erdöl in abgelegenen Gegenden gefördert wird und eine Pipeline zum Abführen des Gases nicht rentabel wäre. Problematisch kann auch die variable Qualität des Erdölbegleitgases sein, die vor der Einspeisung in ein Erdgasnetz eine mehr oder weniger aufwändige Aufbereitung erfordern würde. Deswegen ist es für die Betreiber oft wirtschaftlich vorteilhafter, das anfallende Gas einfach abzufackeln, das heißt in einer großen offenen Flamme zu verbrennen, ohne dass die entstehende Wärme genutzt würde. Die Verbrennung erfolgt meist an der Spitze von hohen Fackeltürmen, manchmal aber auch sehr nahe an der Erdoberfläche. Auch die Erdgasförderung geht teilweise mit Abfackelung einher. Hier geht es aber um geringere Mengen, die beispielsweise bei der Gasreinigung anfallen.
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Deponiegas

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