Bad Honnefer
Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Energie"
Biomasse
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Definition:
Als Biomasse wird die gesamte durch Pflanzen oder Tiere anfallende organische Substanz bezeichnet. Ihr kommt in Zeiten der Energiewende eine besondere Bedeutung zu, da die Vergärung von Biomasse Energie freisetzt. Sie fällt in Arbeitsprozessen landwirtschaftlicher Betriebe in hohem Maße an und kann energetisch genutzt werden. Beim Einsatz von Biomasse zur Strom-, Wärme- und Treibstofferzeugung wird zwischen nachwachsenden Rohstoffen oder Energiepflanzen und organischem Abfall wie Gülle und Mist als Basismaterial unterschieden.
Beispiel:
In einer modernen Biogasanlage wird Biomasse als Basismaterial zur Stromerzeugung und Wärmegewinnung genutzt. In einem vierstufigen Verfahren wird dabei die Biomasse durch spezielle Bakterien unter Ausschluss von Sauerstoff abgebaut. Dabei produzieren die Bakterien zu rund zwei Drittel Methan, daneben Kohlendioxid, Sauerstoff, Stickstoff und eine geringe Menge weiterer Gase. Je höher der Methananteil des Gases ausfällt, desto energiereicher ist das Endprodukt. Nach etwa 30 Tagen ist das Basismaterial vergoren und es ist ein Biogas entstanden das in einem Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden kann. Die elektrische Energie kann ins öffentliche Elektrizitätsnetz eingespeist und die Wärme auf dem landwirtschaftlichen Betrieb oder in der näheren Umgebung eingesetzt werden. Die vergorenen Pflanzenreste finden als hochwertigen Dünger Verwendung in der Landwirtschaft.

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