Bad Honnefer
Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Energie"
Bohrung
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Definition:
Die Bohrung ist ein Verfahren zur Förderung von Erdgas. Um das in geologischen Strukturen eingeschlossenen Erdgas zu fördern, werden Bohrungen in speziellen Verfahren bis zu den meist in Tiefen liegenden Lagerstätten notwendig. Das am häufigsten angewendete Verfahren ist das sogenannte Rotary-Verfahren.
Beispiel:
Erdgas-Bohrungen werden überwiegend in einem so genannten Rotary - Bohrverfahren ausgeführt. Dabei wird ein drehender Meißel an einem Gestänge in das Erdreich eingebracht. Je tiefer die Bohrung wird, um so mehr Gestängerohre werden als Verlängerung angeschraubt. Die einzelnen Gestängerohre haben dabei eine Länge von 9 Metern. Bei den Bohrungen werden etwa 50 - 250 Umdrehungen erreicht. Das Bohrgestänge hängt an einem Flaschenzug, der wiederum an der Turmkrone des 30 m - 40 m hohen Bohrturms hängt. Im Inneren des Bohrgestänges wird Spülflüssigkeit übertragen, die zum Austrag des aufgebohrten Bodenmaterials und zur Kühlung des Meißels verwendet wird. Die Bohrlochwand wird mit Zementschlamm verfestigt, um Futterrohr zu verankern und das Eindringen von ÖL und Gas zu verhindern. Nach dem Abschluss der Bohrungen wird ein Steigrohr installiert und mit Gummimanschetten gegen das umgebende Gebirge abgedichtet. Danach wird die Öffnung zwischen der Erdgaslagerstätte und dem Steigrohr hergestellt. Das Erdgas tritt mit Überdruck in das Steigrohr und kann gefördert werden.
Ähnliche Begriffe

Erdgaslagerstätten

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