Bad Honnefer
Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Energie"
Erdgasentstehung
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Definition:
Erdgas entstand in kleinen Anfängen vor etwa dreieinhalb Milliarden Jahren und im großen Umfang vor etwa zwei Milliarden Jahren als Energierohstoff. Ausgangsbasis waren mikroskopisch kleine Meereslebewesen: tierisches und pflanzliches Plankton. Starben diese Mikroorganismen, lagerten sie sich am Grunde flacher Meere ab. Mit der Zeit schoben die Flüsse Sand und Geröll darüber, so dass keine Luft mehr an das abgestorbene Plankton gelangte. Es entstand der so genannte Faulschlamm. Dieser Faulschlamm entwickelte sich über lange Zeiträume langsam zu Erdöl- und Erdgasmuttergestein. Mit Hilfe von Bakterien zersetzten sich die hierin eingeschlossenen, abgestorbenen Kleinstlebewesen. Genau wie bei der Kohle gelangt das Muttergestein durch weitere Überlagerungen von Gesteinsmaterial in größere Tiefen. Die dort herrschenden hohen Temperaturen und hohen Drücke führten dazu, dass sowohl das Erdöl als auch das Erdgas aus dem Muttergestein ausgepresst wurde und nach oben stieg, bis es auf eine undurchlässige Gesteinsschicht traf. Darunter sammelte es sich in so genannten Lagerstätten aus Speichergestein.
Beispiel:
Das aus der Tiefe von ergiebigen Erdgaslagerstätten geförderte Rohgas enthält neben Methan als Hauptanteil auch Nebenbestandteile wie Schwefelwasserstoff, Stickstoff, Kohlendioxyd und Wasserdampf. Diese müssen vor der weiteren Verwendung des Gases als Brennstoff in diversen Verfahren abgetrennt werden. Die Hauptanwendungen von Erdgas im Energiesektor sind der Betrieb von Wärmekraftmaschinen wie Gasturbinen und Gasmotoren, von Otto- oder Dieselmotoren, sowie die Gewinnung von Wärme durch Verbrennung in Heizkesseln. Darüber hinaus ist die Herstellung elektrischer Energie aus Erdgas in Gas-und-Dampf-Kombikraftwerken sehr effizient.
Ähnliche Begriffe

Erdgas

Methan

Odorierung

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