Bad Honnefer
Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Energie"
Mikro-KWK-Anlagen
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Definition:
Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sind kleine Kraftwerke, die schwerpunktmäßig für den Platz- und Leistungsbedarf von Ein- und Zweifamilienhäusern konzipiert sind und hier für die Wärme- und Stromproduktion eingesetzt werden. Sinnvoll ist der Einsatz der Geräte bei einem Wärmebedarf ab etwa 18.000 Kilowattstunden pro Jahr. Das bestehende Heizsystem lässt sich bei einer Modernisierung in der Regel nutzen, so dass Mikro-KWK-Anlagen für viele Hauseigentümer eine attraktive Option darstellen. Der gewonnene Strom wird entweder selbst verbraucht, wofür der jeweilige Netzbetreiber laut Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz einen Zuschlag zu entrichten hat, oder gegen eine Vergütung ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Durch die neuen Mikro-KWK-Geräte wird die Angebotspalette an effizienten Erdgasheizungen größer. Die im Vergleich zur Brennwerttechnik preislich höher liegenden Anlagen bieten dank der Eigenproduktion von Strom jedoch die Möglichkeit die Stromkosten zu senken und von einem finanziellen Zuschuss auf jede erzeugte Kilowattstunde zu profitieren.
Beispiel:
Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen bieten viele Vorteile denn es gibt ein umfangreiches Förderprogramm zur Finanzierung der modernen Technik. Der Betreiber wird vollständig von der Energiesteuer befreit und teilweise von der EEG-Umlage. Es ist kein Zukauf an Strom vom Energieversorger notwendig. Außerdem arbeitet die Anlage überaus effizient. Der Ausstoß von treibhausgasen fällt geringer aus als bei der konventionellen Strom- und Wärmeerzeugung.
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Kraft-Wärme-Kopplung

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