Bad Honnefer
Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Energie"
Wirkungsgrad
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Definition:
Der energetische Wirkungsgrad einer Maschine ist ein Maß ihrer Energieeffizienz. Er ist das Verhältnis der erzeugten nutzbaren Energie zur eingesetzten Energie. Im Regelfall hängt der Wirkungsgrad von den Betriebsbedingungen ab also zum Beispiel von der Belastung eines Motors und seiner Drehzahl. Ein Elektromotor hat einen Wirkungsgrad von 90%, wenn er aus 1kW elektrischer Leistung eine mechanische Antriebsleistung von 0,9kW erzeugt. Die restlichen 0,1kW werden als Verlustleistung bezeichnet. Ein Automotor erreicht Wirkungsgrade von 20% bis 35%. Im Stadtverkehr kann der Wirkungsgrad erheblich sinken.
Beispiel:
Die Wirkungsgrade von Energie erzeugenden Kraftwerken mit ihren unterschiedlichen Technologien sind mit Blick auf ihre Energieeffizienz und Energieeinsparungsmaßnahmen zum weltweiten Schutz des Klimas von besonderem Interesse. Kohlekraftwerke erreichen einen Wirkungsgrad von etwas über 40%. Kernkraftwerke liegen je nach Temperatur des erzeugten Wasserdampfes etwas niedriger. Moderne Gas und Dampfkraftwerke erreichen Werte deutlich oberhalb von 50%, teils schon ca. 60%. Wasserkraftwerke können teils über 90% der Energie des Wassers, Windturbinen können ca. 40–50% der Energie des Windes ernten. Photovoltaik hat einen Wirkungsgrad von 10–15%, speziell optimierte Solarzellen können theoretisch über 40% erreichen.
Referenzen
http://www.energieagentur-nrw.de
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