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Schwerpunkt "Wasser"
Wasserfußabdruck
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Definition:
Der Wasserfußabdruck eines Landes bezeichnet die Wassermenge, die in einem Land insgesamt für die Herstellung der produzierten landwirtschaftlichen und industriellen Güter sowie für die häusliche Verwendung beansprucht wird. Das durch den Import von Gütern aus fremden Ländern eingeführte Wasser nennt man externen Wasserfußabdruck. Es werden also die Wasservorräte fremder Länder ausgeschöpft. Im Gegenzuge wird Wasser aus dem eigenen Land in Form von Exportgütern aus dem eigenen Land heraustransportiert. Der gesamte Wasserfußabdruck eines Landes ergibt sich dann aus der Verrechnung dieser Größen.
Beispiel:
Der internationale Handel mit Produkten bringt den Austausch riesiger Mengen Wassers mit sich. Der Wasserfußabdruck für konventionell tierische Erzeugnisse aller Art ist wegen der langen Lebens- und Ernährungszeit der Tiere besonders groß. Ökolandbau-Betriebe hingegen dürfen nur betriebseigenes Futter für ihre Tiere verwenden. Dadurch ist neben dem geringeren Einsatz von Wasser auch gewährleistet, dass dieses Futter nicht die Ernährungsgrundlage von Menschen in anderen Ländern bedroht. Ein weiterer Vorteil dieser Anbaumethode ist die schonende Bodenbearbeitung. Sie erleichtert die Versickerung von Niederschlägen im Boden und leistet damit wichtige Vorsorge gegen Hochwasser.
Referenzen
http://www.waterfootprint.org/?page=files/Publications
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