Bad Honnefer
Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Wasser"
Bach
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Definition:
Der Bach ist ein kleines natürlich fließendes Gewässer, das in seiner Breite 5 Meter nicht überschreitet. Er wird gekennzeichnet durch seine Strömungsgeschwindigkeit, Temperaturverhältnisse, den Sauerstoffgehalt des Wassers und die im Bach lebenden Organismen wie Fische und Insekten. Folgende Insekten treten je nach Wasserqualität des Baches auf: * Güteklasse 1-2: Auftreten von Steinfliegenlarven, Eintagsfliegenlarven und Köcherfliegenlarven * Güteklasse 2: Auftreten von Gemeinem Flohkrebs, Eintagsfliegenlarven, Wassergeistchen und Köcherfliegen * Güteklasse 2-3: Auftreten von zweiäugigem Plattegel, Eiförmiger Schlammschnecke, Bachtaumelkäfer und Flohkrebs * Güteklasse 3-4: Auftreten von Wasserassel, Rollegel, Schlammröhrwurm und Zuckmückenlarve
Beispiel:
Der Möschbach entspringt im Annatal in Rommersdorf. Er verläuft teils oberirdisch und offen sichtbar und im Ortsteil Rommersdorf teils unterirdisch von der Quelle bis zur Einmündung in den Rhein, unterhalb der Straße Am Spitzenbach. Die Mitarbeiter des Wasserverbandes Rhein-Sieg betreiben aktiven Gewässerschutz in der Region Rhein-Sieg und haben sich vorbildlich für den naturnahen Ausbau des Möschbaches eingesetzt. Wenn man sich den Verlauf des Baches von der Quelle im Annatal bis zum Spitzenbach anschaut, sieht man, dass weite Teile des Bachlaufes offen verlaufen und naturnah ausgebaut sind. Es wurde für eine reichhaltige und abwechslungsreiche Flora und Fauna gesorgt, sowie für befestigte Böschungen, in denen der Bach sich entfalten kann. Eine Rechenanlage im Bereich der Möschbachstraße sorgt dafür, dass Treibgut und Schmutz zurückgehalten werden und der ständige Abfluss des Bachwassers gesichert ist. Regelmäßig wird die Uferböschung gemäht und der Bach von Treibgut befreit, damit sich das Bachwasser nicht unnötig staut. Die Mitarbeiter des Wasserverbandes sorgen auch dafür, dass der Bach in Zeiten starker Regenfälle und Frühjahrshochwasser keine Gefahr für die Bevölkerung darstellt. Deshalb wurde der Bach in Regionen starker Besiedelung tiefer gelegt und durch Mauerwerk befestigt. In besonders gefährdeten Gebieten werden sogar Wasserrückhaltebecken gebaut, die aufkommende Wassermassen sammeln und speichern können, bis ein problemloser Abfluss möglich ist. Ein solches Rückhaltebecken befindet sich zum Beispiel in der Schmelztalstraße, oberhalb des Sportplatzes Asbacher Straße Bad Honnef. Leider läßt es sich nicht vermeiden, den Bach streckenweise unterirdisch zu führen, da der bestehende Straßenverlauf der Bundesstraße 42 und die Bahnlinien der DB und RVK den Bachlauf kreuzen.
Referenzen
http://www.wasserverband-rsk.de/
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