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Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Energie"
Flüssigerdgas
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Definition:
Als Flüssigerdgas wird Erdgas bezeichnet, welches durch Tiefkühlen verflüssigt wurde, um in dieser Form gelagert oder transportiert zu werden. Flüssigerdgas besteht hauptsächlich aus Methan und darf nicht verwechselt werden mit Flüssiggas, welches hauptsächlich aus Propan und Butan besteht.
Beispiel:
Der typische Transportweg von Erdgas beginnt mit einer Pipeline, die Erdgas unter hohem Druck in gasförmiger Form zu einer speziellen Hafenanlage bringt. Dort erfolgt die Verflüssigung des Gases und das Beladen der Flüssiggastanker. Diese fahren zu ihren Zielorten und entladen das Flüssigerdgas an Stationen, wo das Erdgas meist wieder in den gasförmigen Zustand zurückverwandelt wird und in ein Rohrleitungsnetz eingespeist wird. Die Verflüssigung des Gases braucht zwar erhebliche Mengen von Energie‚ rund 10% bis 25% des Heizwerts des Erdgases. Dies wird jedoch immer häufiger in Kauf genommen, da sich Flüssigerdgas insbesondere mit großen Spezialtankern gut über lange Strecken transportieren lässt, so dass der Transport nicht mehr an Pipelines gebunden ist. Die nötige Infrastruktur ist aufwändig, kann aber schneller als lange Pipelines realisiert werden und erlaubt eine flexiblere Reaktion auf Lieferengpässe in Krisenzeiten. Auf diese Weise wird eine höhere Versorgungssicherheit erreicht.
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