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Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Energie"
Flüssiggas
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Definition:
Als Flüssiggas bezeichnet man durch Kompression und Kühlung verflüssigtes brennbares Gas. Es ist in seiner Zusammensetzung und Wirksamkeit deutlich von Erdgas zu unterscheiden. Flüssiggas besteht aus Gasen wie Propan und Butan. Diese Gase sind bei Zimmertemperatur und Normaldruck gasförmig, können jedoch durch mäßige Verdichtung auf einen Druck von ca. 5 bis 10 bar verflüssigt werden. Das entstehende Flüssiggas lässt sich dann leicht in Druckflaschen speichern und transportieren. Die erreichbare Energiedichte ist wesentlich höher als mit komprimiertem Erdgas, welches erst bei extrem hohen Drucken bei Zimmertemperatur zu Flüssigerdgas würde. Es gibt auch diverse nicht-energetische Nutzungen von Flüssiggas, so genutzt als Kältemittel für Kältemaschinen und Wärmepumpen und für chemische Prozesse. Flüssiggas ist in nicht zu hohen Konzentrationen ungiftig, aber als Gemisch mit Luft explosiv.
Beispiel:
Propan und Butan für die Herstellung von Flüssiggas fällt bei der Erdgas- und Erdölförderung und in Erdölraffinerien an. Die Verflüssigung erfolgt durch den Druck bei nicht allzu hoher Temperatur. Flüssiggas wird häufig in relativen kleinen Flaschen mit einem Inhalt von 5 kg, 11 kg oder 33 kg verwendet, für Camping-Gaskocher, Grills oder tragbare Gas-Heizgeräte. In sehr kleinen Mengen findet es Verwendung in Gasfeuerzeugen. Größere Mengen werden in Flüssiggas-Tanks gespeichert, die häufig im Freien aufgestellt werden. Flüssiggas kann auch als Kraftstoff für Ottomotoren in Autos und Maschinen eingesetzt werden
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