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Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Strom"
Kyoto-Protokoll
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Definition:
Das Kyoto-Protokoll ist eine Niederschrift über Vereinbarungen zur Verminderung von Kohlendioxydemissionen. Es wurde auf der Weltklimakonferenz 1997 in Kyoto erstellt und gilt bis heute als Meilenstein der internationalen Klimapolitik. 38 Industrieländer verpflichten sich darin erstmalig dazu, ihre Gesamtemissionen von sechs wichtigen Treibhausgasen um mindestens 5,2 % zu senken. Jedes Land trägt dabei selbst dafür Sorge sein Reduktionsziel innerhalb des Zeitraums zu erreichen. Zur Erreichung der Reduktionsverpflichtung können auch Zertifikate im Rahmen des Internationalen Emissionshandels zwischen Kyoto-Vertragsstaaten gehandelt werden.
Beispiel:
Im Jahr 2012 wurde das Kyoto-Protokoll auf der Klimakonferenz in Doha bis zum Jahr 2020 verlängert. Ende des Jahres 2015 wurde auf der Basis des Kyoto-Protokolls das Paris-Protokoll beschlossen, das am 04.11.2016 in Kraft trat. Das zentrale Ziel der 195 Länder die in Paris verhandelten ist es, die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Angestrebt wird die Erreichung des 1,5-Grad-Ziels.
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Emissionshandel

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