Bad Honnefer
Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Strom"
Tiefengeothermie
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Definition:
Als Tiefengeothermie wird eine Technik zur Nutzung von Erdwärme zur zentralen Wohnrumbeheizung und Warmwasseraufbereitung bezeichnet. Wirtschaftlich lohnend ist diese Vorgehensweise allerdings nur, wenn keine zu tiefen Bohrungen zur Förderung der Wärme erforderlich sind und die notwendigen günstigen geologischen Voraussetzungen für eine Erdwärmenutzung bestehen. Bei der indirekten Nutzung der Wärmeenergie aus dem Inneren der Erde wird die Erdwärme direkt in elektrischen Strom umgewandelt. Damit das möglich ist, ist ein Temperaturniveau von mindestens 100 Grad Celsius nötig, um über die Erdwärme mittels eines Wärmetauschers so viel Wärmeenergie zu erhalten, dass ein Verdampfungsprozess eingeleitet werden kann. Über den entstandenen Dampf werden dann Turbinen zur Stromerzeugung angetrieben. Ob die Stromerzeugung über die Nutzung von Erdwärme wirtschaftlich sein kann hängt also zum einen von der Tiefe in der das erforderliche Temperaturniveau vorliegt ab und zum Anderen von der geologischen Beschaffenheit des Geländes.
Beispiel:
In Deutschland findet Tiefengeothermik zwar kaum Anwendung, in Ländern mit günstigen geologischen Voraussetzungen, wie zum Beispiel in Island, Italien oder den USA, ist die Stromerzeugung über Tiefengeothermie heute allerdings ein wichtiger Bestandteil der Energieversorgung.
Referenzen
http://www.energieagentur.nrw.de
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