Bad Honnefer
Energie- und Umwelt-Lexikon

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Schwerpunkt "Strom"
Uran
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Definition:
Uran ist ein radioaktives Metall. Es wurde im Jahr 1789 von dem deutschen Chemieprofessor und Apotheker Martin Heinrich Klaproth entdeckt der in der Zeit von 1743 bis 1781 lebte. Uran kommt nicht isoliert in der Natur vor sondern nur in sauerstoffhaltigen Mineralen. Es gibt insgesamt rund 230 Uranminerale, die hauptsächlich in USA, Südafrika und Russland abgebaut werden. Deutschland steht in dieser Rangordnung an zwanzigster Stelle. Uran ist durch Neutronen spaltbar. Uran ist die einzige bekannte natürlich vorkommende Substanz, die zu einer Kernspaltungs-Kettenreaktion fähig ist. Deshalb wird es in Kernkraftwerken als Primärenergieträger genutzt und hat damit eine große wirtschaftliche Bedeutung erlangt.
Beispiel:
In Kernreaktoren werden zur Energieerzeugung kontrollierte Kettenreaktionen im Spaltungsprozess durchgeführt um große Mengen von Energie zu erzeugen. Die Kernspaltung setzt sehr viel Energie frei, da die bei der Kernspaltung entstehenden Bruchstücke des Atomkerns alle positiv elektrisch geladen sind und sich stark voneinander abstoßen. Es entsteht Wärme in hohem Maße. Bei der Spaltung von Urankernen wird zum Beispiel eine Energiemenge von 200 Megaelektronenvolt frei-, also millionenfach mehr als bei typischen chemischen Reaktionen. Im Verlaufe des Verfahrens fallen jedoch radioaktive Abfälle und radioaktive Strahlungen an die zu irreparablen Umweltbelastungen führen. Dagegen will die Energiewende unter anderem ein wirkungsvolles Zeichen setzen indem sie die Abkehr von der Kernenergie zur Stromerzeugung befürwortet.
Referenzen
http://www.kernenergie.de
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Primärenergieträger

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